~:.Lucifer's Angel.:~

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Hätte ich bloß Hallo gesagt...



Autor: Akis kleiner Engel
Art der Story: K-Slash
Hauptpersonen: Aki, indirekt Lauri und Hanna
Rating: 12
Warnungen: Sad , Death
Disclaimer: Mir gehört weder Aki, noch Lauri oder Hanna
Claimer: Die Hunde sind mir!
Summary: Manchmal ist es ein Fehler nicht Hallo zu sagen...
Sichtweise: Aki

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Leicht knirscht der Schnee unter meinen Füßen und den Pfoten von Tinna. Tinna ist mein Hund, ein Mischling aus Husky und Schäferhund...
Sie hat wunderschönes grau weißes Fell und kristallblaue Augen. Manchmal rufe ich sie auch nur Ti, eine Abkürzung.
„Ti!“, rufe ich und sie kommt angerannt, bringt mir das Stöckchen. Wir befinden uns im Stadtpark, es ist Winter.
„Und los!“ Ich werfe das Stöckchen, Ti bellt erfreut und rennt ihm nach.
Seit Wochen fällt mir dieser Mann auf... Er hat einen schwarzen Labrador, ist etwa in meinem Alter und trägt schwarz...
Ich weiß nicht warum, aber ich habe mich beim ersten Blick in seine Augen, den ich aus dieser Entfernung erhaschen konnte, in ihn verliebt. Ich weiß nicht wie er heißt, wo er wohnt und was er tut. Aber ich liebe ihn...

Aber heute ist er nicht da, nur eine traurig schauende junge Frau, in schwarz gekleidet. Auch der schöne Labrador schaut so komisch, ist nicht mehr so aufgeweckt wie er gestern war.
Vielleicht ist diese Frau seine Freundin? Aber warum schaut sie so traurig? Vielleicht sollte ich mal fragen...
Entschloßen nehme ich den schwarzen Schirm in meiner Hand...
Den hab ich von ihm bekommen...
Es hatte in Strömen geregnet, er hatte mir seinen Schirm gegeben...


-Flashback-

Paska!
Meine ganze Jacke ist durchnässt, meine Hose und meine Schuhe ebenfalls. Ich fühl mich so nass und es regnet immer weiter.
Wieso musste gerade jetzt ein Wolkenbruch kommen? Das Schicksal mag mich nicht...
Mit schnellen Schritten und Ti an der Leine laufen wir durch den Stadtpark. Mir geht die Luft aus und ich halte an, schließe die Augen und atme erstmal tief durch.
Warum ist es aufeinmal so trocken?!
Ich sehe auf, dort steht er, mit einem Schirm über mir gebeugt.
„Hey, willst du meinen Schirm?“, fragt er mich lieb, lächelt mich an.
„Äh... Ähm... Das... Das wär nett...“, stotter ich, sehe direkt in seine Augen.
„Hier!“ Er reicht mir den Schirm, läuft ein paar Schritte, winkt mir flüchtig und läuft mit seinem Labrador davon.

-Flashback Ende-


„Entschuldigung...“, spreche ich die junge Dame an, sie dreht sich erschrocken zu mir um.
„Wissen Sie, wo der nette Herr ist, der mit diesem Labrador immer hier war? Ich möchte ihm gerne seinen Schirm wieder geben...“
„Dann sind Sie der Mann mit dem Mischling?“, fragt sie. Woher weiß sie das mein Hund ein Mischling ist?!
„Ja.“ Mit einem Nicken verstärke ich meine Aussage. Sie schluchzt auf.
„Ich... bin Hanna. Ich bin die Schwester von Lauri.“ Lauri heißt er also...
„Würden Sie dann bitte ihm den Schirm wieder geben und ihm nochmal danken?!“ Freundlich lächel ich sie an.
„Ich... Ich kann das nicht... Lauri... Er... Er hatte einen Unfall und ist... Er ist tot.“ Tot? Er soll tot sein? Einfach tot? Nein...
Tränen steigen in meinen Augen auf, warum? Warum ist er tot? Ich wollte ihn doch kennenlernen, ihm den Schirm wieder geben....
„Der... Der ist dann für sie. Ich denke, er wollte Ihnen... Ihnen diesen Brief geben... Auf Wiedersehen...“ Sie gibt mir einen Brief und nimmt Lauris Schirm mit sich...
Fest umklammer ich den Brief, beginne mit Tinna den Heimweg einzuschlagen.

Kaum öffne ich die Wohnung stürze ich in das Wohnzimmer, öffne hastig den Brief und beginne zu lesen...

„Lieber Unbekannter!
Ich hoffe du hast dir keinen Schnupfen bei diesem Regen geholt und hoffe das mein Schirm dir ein guter Schutz war.
Ich beobachte dich immer wenn du mit deinem Hund, ein schöner Mischling übrigens, im Stadtpark bist...
Ich habe aber auch gemerkt, dass du mich immer beobachtest...
Ich finde dich echt süß...
Wollen wir uns mal treffen und ein Kaffee trinken?
Oder zusammen mit den Hunden ein wenig spazieren?
Ich würde mich sehr freuen, ich finde deine Erscheinung sehr nett und habe mich ernsthaft in dich verguckt.
Melde dich doch bitte, meine Handynummer liegt im Brief bei!
In Liebe,
Lauri“

Tränen tropfen auf den Brief...
Ich bin so feige...
Hätte ich doch bloß 'Hallo' gesagt...

Manchmal könnte ich mich für meine Dummheit ohrfeigen, ich will nicht mehr.
Er ist tot, hat mir einen Brief geschrieben...
Hätte ich ihn doch bloß angesprochen...
Erinner mich an den ersten Tag an dem ich ihn sah...
Es war vor etwa einem halbem Jahr...

-Flashback-

„Riita!“ Ein junger Mann lief seinem Hund hinterher. Ich war neu in der Stadt und war mit meiner Tinna im Stadtpark spazieren. Da fiel er mir das erste Mal auf.
Wie er so frei lachte und mit seiner Riita spielte. Er schien so frei und fröhlich.
Doch er war es nicht immer.
Manchmal saß er stumm auf der Bank, Riita spielte mit anderen Hunden, irgendwann auch einmal mit Tinna, und dachte stumm nach.
Seine Augen haben immer so schön gefunkelt, sie waren grün, katzengrün.
So Augen hatte ich noch nie gesehen.
Sie waren so wunderschön...

-Flashback Ende-


Mein Herz wird schwer. Ich schulde ihm etwas...
Ich schlage die Zeitung auf, dort eine Todesanzeige.

„An Gedenken an unserem lieben Sohn, Enkel und Bruder
LAURI JOHANNES YLÖNEN
* 23.04.1979 † 20.12.2003

Ein schrecklicher Unfall hat ihn von uns gerissen

In stiller Trauer, Familie Ylönen

Die Beerdigung findet am 23.12.2003 auf dem alten Friedhof statt.“


Dann weiß ich ja, was ich am 24. machen werde.
So rinnen die Tage vorrüber. Sitze vor diesem Brief und versuche ihm eine Antwort zu schreiben.
Fertig werde ich wirklich erst am 24., begebe mich mit dem Brief zum Friedhof.
Das Grab ist wunderschön geschmückt und drückt diese Trauer aus. Stumm lege ich den Brief auf das Grab. Jeder soll ihn lesen können.
Schneeflocken fallen nieder, bedecken meine Mütze.
Langsam drehe ich mich um, wische mir die Tränen aus den Augen und verlasse den Friedhof, den Brief von ihm in meiner Hand...

„Lieber Lauri,
Ich hätte dich wirklich gerne kennengelernt.
Ich hoffe dir geht es dort oben gut und du kannst deine Riita dort oben beobachten, deine Familie und vielleicht sogar mich.
Ich wollte mich von dir auch verabschieden, wäre glücklich dich noch einmal sehen zu können...
Pass dort oben auf dich auf, hätte dir zugerne dies nicht schriftlich gesagt, sondern lieber persönlich:
Ich liebe dich Lauri. Jener Tag im Park hat mein Leben verändert...
Genauso wie es dieser Tag tat, an dem mir deine Schwester sagte du seist verunglückt.
Ich werde dich nie vergessen und in meinem Herzen tragen.
In Liebe,
Aki

Ps: Mir schwirrt dieser Satz die ganze Zeit im Kopf... Hätte es etwas verändert, wenn ich ihn umgesetzt hätte:
Hätte ich doch bloß Hallo gesagt...“


The End
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